Kohleabbau
Glenna Begay, Selbstbetroffene und eine der "resisters", steht stellvertretend für viele andere Diné. Glenna hat wie ihre Vorfahren immer auf der Black Mesa Hochebene gelebt mit ihren Schafen und dort ihre Kinder grossgezogen. Noch heute wohnt sie ohne Strom und fliessend Wasser ihr bescheidenes Leben mit ihren Tieren. Steht man vor ihrem Haus, sieht man rundum weiche Hügel, bewachsen mit Wüstensalbei, Wacholder und anderen Wüstenpflanzen. Der weite Himmel und die unglaubliche Stille lassen ein friedliches Gefühl aufkommen. Doch nur 4 Meilen von ihrem Haus entfernt sieht man die riesigen Kohlehalden von der gigantischen Anlage der Black Mesa Coal Mine, deren Kohlestaub bei Wind die Luft zum Atmen schwermacht.Die riesigen Bulldozer mit ihrem zerstörerischen Tun rücken näher, was auch Glenna in Gefahr bringt, aus ihrem Haus vertrieben zu werden. Die dort seit über 30 Jahren operierende Peabody Coal Co.und deren Nachfolger verschwenden jährlich 5 Mia. Litern an Grundwasser aus diesem trockenen Halbwüstengebiet, nur um die pulverisierte Kohle billig durch eine Pipeline in ein Kraftwerk nach Kalifornien zu schwemmen, das energiefressende Städte wie Las Vegas versorgt. Die betroffenen Diné selber haben weder Elektrizität noch fliessend Wasser und müssen heute kilometerweit bis zur nächsten Wasserstelle gehen. Andere wie Glenna, müssen ihr Wasser zum Leben sogar mit Lastwagen vom Kohlekonzern beziehen! Luft Boden werden verpestet, die natürlichen Quellen versiegen oder sind kontaminiert und damit unbrauchbar. Andere wurden gar mutwillig zerstört, denn man will den Diné das Bleiben verleiden. Seit Februar 2000 sind sie sogar zu illegalen "Ausländern" auf ihrem eigenen Land erklärt worden. Doch lässt das akute Wasserproblem neue Hoffnung aufkommen, da zudem die Lizenz des Kohlekonzerns 2005 ausläuft. Viele Diné hoffen, dass sich der Kohlekonzern dann aus dem Gebiet zurückziehen wird.
Denn für sie bildet das Land auf dem sie seit Jahrhunderten leben, die Grundlage ihrer Existenz und Identität. Sie sagen: "Wir sind nicht Eigentümer des Landes, wir gehören zu dem Land". Der Raubbau auf ihrem Land bedroht ihre Existenz und eine Jahrhunderte alte Tradition und Kultur.
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