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Dennison R.Tsosie - The Navajo Silversmith

Dennison R.Tsosie - The Navajo Silversmith


Bei Navajo Schmuck denkt man sofort an schweren Silberschmuck mit Türkisen, und das zu recht, denn die Diné (Navajo) beherrschen das Handwerk der Silberschmiedekunst bis zur Perfektion. Doch Dennisons Schmuck hebt sich vom allgemein bekannten Design dennoch ab.

Mit Dennison Tsosie, Navajo (Diné) und seiner Familie sind wir seit 1999 freundschaftlich verbunden. Seit Anbeginn haben wir seine Arbeiten direkt abgekauft und ihn auch in Notzeiten unterstützt.

Dennison wurde auf "Dinehtah" dem Navajo Reservat in der Nähe von Klagetoh, Arizona geboren. Dort verbrachte er den grössten Teil seiner Jugend, wohnte in einem Hogan, dem traditionellen Haus der Diné neben seinen Grosseltern, welche sein Leben nachhaltig beeinflussten. Er hütete Schafe und lernte bald von seinem Grossvater das Handwerk der Silberschmiedekunst. Unter seiner Anleitung begann er bereits im Alter von 10 Jahren Schmuck herzustellen. Dennisons Grossmutter war eine bekannte Weberin und seine Mutter trat bald in ihre Fussstapfen. Ihnen beiden schreibt Dennison seinen ausgeprägten Sinn für Gestaltung zu, als auch seine grosse Begabung fürs Zeichnen und Malen. Schon früh unterstützte Dennison seine Familie mit dem Verkauf seiner Kunstwerke und er träumte davon, eines Tages von seinem Kunsthandwerk leben zu können.

Dennison ist wie schon sein Grossvate,r auch ein geachteter Heiler und spirituell begabter Mensch. Man spürt dies in seinen Kreationen wie auch seine Liebe zum Detail. Er versteht es zudem meisterhaft, indianische Tradition mit ihrer vielschichtigen Symbolik mit modernen Einflüssen zu verbinden.
In den 80er Jahren entschloss er sich den damaligen schlecht bezahlten, körperlich sehr belastenden Fabrik-Job aufzugeben. Zusammen mit damaligen Frau, sie war selbst iim Kunstgewerbe tätig, widmete er sich ganz dem Herstellen von Schmuck und anderem Kunsthandwerk und bald fanden seine Arbeiten immer mehr glückliche Besitzer. In dieser Zeit wurde Dennison unerwartet als Medium ausgewählt. Er hatte Visionen und bekam bestimmte Botschaften an die Menschheit, die seine Frau begann niederzuschreiben. Daraus wurde sein erstes Buch "Spirit Visions - The Old Ones Speak".  Nach Erscheinung des Buches Ende der 80er Jahre wurden die Tsosies von Besuchern aus aller Welt fast überrannt was sie veranlasste, ins abgelegene Alpine in den Bergen zu ziehen.

Zu jener Zeit kam immer mehr massenhaft industriell hergestellter "Indianerschmuck" auf den Markt und die Künstler konnten ihre teurere, von Hand hergestellte Ware nicht mehr verkaufen. Im Südwesten der USA waren die Läden voll davon und die Händler drückten massiv die Preise. Hinzu kam später die wirtschaftliche Lage, die vor allem Arizona hart traf mit seinem hohen Anteil an Indigenen die oft als erste ihren job verloren. Auch Dennison bekam zusehends Mühe, er bekam kaum mehr Aufträge oder genug beim Verkauf, um die Materialkosten zu decken geschweige dann seine Arbeit. In sogenannten Sweatshops wurden arbeitslose Indigene angeheuert, um für ein Trinkgeld in vorfabrizierte Schmuckstücke Steine einzusetzen, was offenbar leider auch heute noch der Fall ist.  Um echten - von 'Indianern' hergestellten - Schmuck zu finden braucht es persönliche Beziehungen und ein gutes Auge, da auch viel unechter Türkis im Umlauf ist

Leider begann es seiner schon länger mit Atemproblemen kämpfenden Frau zusehends schlechter zu gehen und so zogen sie ins tiefer gelegene Phoenix. Dennison unterrichtete nebenei Menschen für wenig Geld in der Silberschmiedekunst und malte gelegentlich Bilder auch im Auftrag. Da die Durchgaben und Visionen weiterkamen gab es noch ein zweites Buch, On the Tip Edge of a Miracle: Dreams, Visions and Prophecies for the Future", das 2013 erschien. Die Atemprobleme seiner Frau schienen zuerst besser, doch dann verschlechterte sich ihr Zustand rapide. Verschiedenste Behandlungen und Spitalaufenthalte halfen nicht und so wollte sie schliesslich nur noch nach Hause. Dennison pflegte sie rund um die Uhr, kochte und führte den Haushalt. Für Schmuckarbeiten blieb keine Zeit. Vor ein paar Monaten konnte seine Frau nun friedlich entschlafen. Dennison verliess darauf die Grosstadt Phoenix um für einige Zeit wieder im hochgelegenen Alpine in den White Mountains zu leben. Dort findet er Ruhe und schöne Natur um sich zu erholen und wieder auf die Füsse zu kommen.

 

Vor kurzem hat er begonnen wieder kreativ tätig zu sein und wir freuen uns sehr, seine kunstvollen Arbeiten wieder bei Hawkspirit anbieten zu können. Er wird von uns für seine Arbeiten wie zuvor fair bezahlt, damit er wieder vom Verkauf seiner Arbeiten leben kann. Die Schmuck-Kreationen von Dennison Tsosie sind aus Silber (mit zusätzlichem 925 Stempel nach CH-Norm!) und handsigniert. Er entwirft und gestaltet alle Designs selbst und verwendet nebst Silber auch Kupfer, Gold oder Messing und veschiedene Edelsteine für seine Arbeiten. Gerne fertigt er ein Schmuckstück nach Ihren Vorstellungen wozu wir Sie gerne beraten. Seine Schmuckkreationen finden Sie hier.